The Highland Exile

Von den Abenteuern des jungen Lukas, welchen sein akademisches Schicksal nach Schottland verbannte, wo er von Leidensgenossen umgeben unerwartete Blüten trieb.

Freitag, Juni 09, 2006

Wild Wild West – Drei Tage Isle of Skye



Der letzte Trip meiner Erasmuszeit führte mich auf die Isle of Skye, einer Insel an der Westküste die zu den großen Reisezielen aller Touristen gehört. Da wir nur zu viert waren – Melanie, Annalisa, Elisa und ich – gingen wir mit einem Mietauto. Zwar stellte sich das als etwas teurer heraus als das Reisen per Bus, aber wir waren wesentlich flexibler. Wir starteten in Aberdeen kurz nach drei Uhr nachmittags und kamen nach einer wahren Odyssee sechs Stunden später in Portree, der grössten Ortschaft der Insel an. Ein schönes Hostel begrüsste uns mit einer grosser Küche, in der wir Zopf, Schweizer Schokolade, Willisauer Ringli und Baslerläckerli verputzen übrig gebliebene Goodies aus meinem Schweiz-Urlaub).



Am Morgen ging es mit dem Auto auf Endeckungstour. Das erste Tagesziel war der alte Mann von Storr, eine Formation von Felsen die gerade im Nebel wirklich sehr eindrücklich aussah. Ein stündiger Aufstieg durch den Wald führte uns zu diesem beliebten Ausflugsziel, von dem aus man eine traumhafte Aussicht hatte.



Nach einem mageren Lunch, eher enttäuschenden Klippen und einer sehr langweiligen Schlossruine kamen wir zum Fairy Glen, einer kleinen Hügellandschaft in deren Mitte ein grosser Felsen steht, in dems angeblich Feen wohnen.



Als wir vorsichtig durch das mystische Wäldchen spazierten zeigte sich uns sogar eine Fee. Damit der Tourismus zum Feenhügel die kleinen Wesen nicht endgültig vertreibt stimmten wir aber zu, sie nicht direkt zu fotografieren. Nur versteckt in Annalisas Hand ließ sie sich ablichten.



Müde zurück im Hostel kochten wir für einmal nur ein einfaches Abendessen und hauten uns danach bald in die Federn. Der nächste Morgen begrüsste uns mit einem wolkenverdeckten Himmel und so beschlossen wir, als erstes ein Schloss zu besuchen. Der Eintritt stellte sich jedoch einmal mehr als zu teuer heraus, so dass wir nur den Schlossgarten besichtigen. Dieser konnte sich sehen lassen und wurde zum Schauplatz für viele so genannten "stupid pictures".





Als sich die Wolken lichteten fuhren wir Richtung Süden in die Cuillins; eine Hügel- und Berglandschaft an der Küste.



Um nicht nur im Auto zu sitzen sondern uns wieder einmal etwas die Füsse zu vertreten wanderten wir einem Bergbach nach in die Cuillins hinein. Wir fanden zahlreiche schöne Becken und Wasserfälle und kamen schliesslich auf die verrückte Idee, ein kurzes Bad zu nehmen. Das Wasser war schaurig kalt, aber wir zwangen uns, zumindest für ein Foto einmal bis zum Hals einzutauchen. Erfrischend!



Stolz auf das erste Bad in Schottland fuhren wir auf Nebenstrassen zum Hostel zurück. Nach so einem Tag hatten wir etwas Besonderes verdient und so machte ich einen riesen Teller Omeletten, die wir teils mit Tomatensauce, teils mit Apfelmus verspeisten.



Da sich der Himmel inzwischen fast ganz geklärt hatte beschlossen wir, den ersten Sonnenuntergang an der Küste zu sehen und rasten mit dem Auto auf die Westseite der Insel. Es lohnte sich, denn kaum erreichten wir sie versank die Sonne wunderschön glühend im Meer.





Am nächsten Tag hatten wir den ganzen Tag zur Rückreise zur Verfügung und so fuhren wir nicht direkt zurück nach Aberdeen sondern besuchten ein paar Touristenstationen an der Westküste. Die erste war das Eilean Castle, das wir einmal mehr wegen den übertriebenen Eintrittspreisen nicht betraten. Es sah aber auch von aussen eindrücklich aus.



Danach ging es durch das Herz der Highlands, vorbei an Seen die wir als Busreisende wohl nie zu Gesicht bekommen hätten. Das letzte Picknick nahmen wir im Gras am Ufer eines wunderschönen Lochs (schottisch für See) zu uns. Erst jetzt konnten wir sagen, dass wir Schottland von allen Seiten gesehen hatten.





Danach fuhren wir gut 6 Stunden auf einer Nebenstrasse nach Hause. Diese wurde uns als besonders schön empfohlen und stellte sich als guter Tipp heraus. Abseits der Autobahn fuhren wir durch kleine Täler, Wälder und verschlafene Ortschaften, bis wir schliesslich am Horizont die Westküste erblickten. Müde aber glücklich kamen wir in Hillhead an, posierten ein letztes Mal mit dem Auto und gingen dann ins Bett um Schlaf vorzuholen für die letzte Woche und die traurigen Tage des Abschieds.

3 Comments:

At 12:27 AM, Anonymous Anonym said...

I wish I could be back there right now

 
At 12:28 AM, Anonymous Anonym said...

and forever?

 
At 1:06 PM, Anonymous Anonym said...

forever, of course

 

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